Das falsche Signal?

45 Milliarden Euro wollen die G-8-Staaten den ärmsten Ländern Afrikas in den nächsten Jahren zusätzlich zur Bekämpfung von Armut zur Verfügung stellen. Eine gute Nachricht aus Heiligendamm. Aber generell gilt:

Für eine nachhaltige Entwicklung ist nichts so töricht und falsch wie die auch heute immer wieder vorgebrachte Ansicht, Entwicklungspolitik solle vornehmlich in der Förderung des Exports der Entwicklungsländer oberste Priorität genießen. Tatsächlich sind auf diesem Felde Erfolge bisher nur zu verzeichnen gewesen, wenn es gleichzeitig gelang, die schöpferische Aktivität der Menschen zu wecken. Erst wenn sich diese Menschen aus der Apathie befreit haben, die sich bei ihnen nach vielen enttäuschten Hoffnungen und einem Leben in Elend und Not ausgebreitet hat, erst wenn sie bewussteres Vertrauen in ihre Zukunft erfüllt und sie zu erkennen vermögen, dass es in ihrer eigenen Macht steht, ihre Lebensumstände zu verbessern und solcherart ihr Schicksal zu meistern, ist der Grundstein für eine gedeihliche Entwicklung dieser Länder gelegt.

Erhard-schreibt-wieder ist ein Angebot der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

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