Die Zukunft Europas
Polen, die Quadratwurzel und die Zukunft Europas – wer sich in diesen Tagen das politische Geschehen kurz vor dem Europa-Gipfel unter der Ägide Angela Merkels vergegenwärtigt, ahnt, wie schwer der politische Zusammenschluss Europas wird.
Es ist fast etwas gespenstisch zu sehen, dass wir ferner liegende Länder oder die afrikanischen Gebiete zu assoziieren vermögen, dass Verbindungen dieser Art sich bis nach Iran erstrecken – aber für das, was uns am nächsten liegt, nämlich für die unmittelbar benachbarten europäischen Länder, sollten wir nicht die rettende, die einigende Formel finden. Es ist einfach undenkbar, das, was nach Kultur, Geschichte und Zukunft zusammengehört, getrennt zu halten. (…) Wie aber kommen wir weiter? Wenn Sie die politische Situation nur an Vertragstexten oder nach den Spielregeln beurteilen wollen, wie sie in der EU vorherrschen, dann mögen Pessimisten der Meinung sein – ja, vielleicht halten sie sich sogar für Realisten – , dass es im Augenblick keinen Ansatzpunkt für eine Verständigung gäbe. Das mag für heute gelten. Aus meiner Sicht aber stellt sich die europäische Einigung und Versöhnung als ein geschichtsnotwendiger Prozess dar, der auch nicht durch ärgerliche Zwischenfälle aufzuhalten ist.
Erhard-schreibt-wieder ist ein Angebot der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

2009 wird das Grundgesetz 60 und Deutschland feiert zum 20. mal seine Wiedervereinigung. Am 23. Mai 1949 trat das Grundgesetz im geteilten und zerstörten Deutschland in Kraft, das Fundament für die Erfolgsgeschichte unseres Landes. Zentraler Bestandteil darin ist die Soziale Marktwirtschaft. Sie ermöglichte das „Wirtschaftswunder“ und den nachhaltigen Aufstieg Deutschlands zu einer der wohlhabendsten Nationen der Welt. Ludwig Erhard war der geistige Vater der Sozialen Marktwirtschaft und hat sie als Politiker durchgesetzt. Eigentlich sollte Erhard in Zeiten wie diesen deshalb heute wieder in aller Munde sein. Wir von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) lassen ihn wieder schreiben…
