Die Zukunft Europas

Polen, die Quadratwurzel und die Zukunft Europas – wer sich in diesen Tagen das politische Geschehen kurz vor dem Europa-Gipfel unter der Ägide Angela Merkels vergegenwärtigt, ahnt, wie schwer der politische Zusammenschluss Europas wird.

Es ist fast etwas gespenstisch zu sehen, dass wir ferner liegende Länder oder die afrikanischen Gebiete zu assoziieren vermögen, dass Verbindungen dieser Art sich bis nach Iran erstrecken – aber für das, was uns am nächsten liegt, nämlich für die unmittelbar benachbarten europäischen Länder, sollten wir nicht die rettende, die einigende Formel finden. Es ist einfach undenkbar, das, was nach Kultur, Geschichte und Zukunft zusammengehört, getrennt zu halten. (…) Wie aber kommen wir weiter? Wenn Sie die politische Situation nur an Vertragstexten oder nach den Spielregeln beurteilen wollen, wie sie in der EU vorherrschen, dann mögen Pessimisten der Meinung sein – ja, vielleicht halten sie sich sogar für Realisten – , dass es im Augenblick keinen Ansatzpunkt für eine Verständigung gäbe. Das mag für heute gelten. Aus meiner Sicht aber stellt sich die europäische Einigung und Versöhnung als ein geschichtsnotwendiger Prozess dar, der auch nicht durch ärgerliche Zwischenfälle aufzuhalten ist.

Erhard-schreibt-wieder ist ein Angebot der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

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