Die Krise des Reform-Begriffs

Ist es nicht so, dass wir es in Deutschland nicht mit einer Reformkrise, sondern mit einer Krise des Begriffs “Reform” zu tun haben? Daran ist die Politik nicht ganz unschuldig. Ganz im Gegenteil: der inflationäre Begriff der “Jahrhundertreform” hat all die notwendigen kleinen Stellschrauben-Drehungen in Misskredit gebracht, die notwendig sind, damit eine Gesellschaft sich weiter entwickelt. Denn eine Gesellschaft darf nicht stillstehen. Stillstand ist Rückschritt.

Es gibt nicht wenige, die heute nur mehr die Schatten des großen Werkes des deutschen Wiederaufbaus sehen wollen. Dabei gehörte ich selbst zu den ersten, die darauf hingewiesen haben, dass die Gesellschaftsstruktur von gestern nicht unverändert das Modell von morgen bleiben könnte. Vielmehr ist auf diesem Feld ein Prozess angestoßen, der in der weiteren Entfaltung das gesellschaftliche und soziale Bild wandeln und mit neuen Inhalten erfüllen wird.

Erhard-schreibt-wieder ist ein Angebot der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

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