Die Krise des Reform-Begriffs
Ist es nicht so, dass wir es in Deutschland nicht mit einer Reformkrise, sondern mit einer Krise des Begriffs “Reform” zu tun haben? Daran ist die Politik nicht ganz unschuldig. Ganz im Gegenteil: der inflationäre Begriff der “Jahrhundertreform” hat all die notwendigen kleinen Stellschrauben-Drehungen in Misskredit gebracht, die notwendig sind, damit eine Gesellschaft sich weiter entwickelt. Denn eine Gesellschaft darf nicht stillstehen. Stillstand ist Rückschritt.
Es gibt nicht wenige, die heute nur mehr die Schatten des großen Werkes des deutschen Wiederaufbaus sehen wollen. Dabei gehörte ich selbst zu den ersten, die darauf hingewiesen haben, dass die Gesellschaftsstruktur von gestern nicht unverändert das Modell von morgen bleiben könnte. Vielmehr ist auf diesem Feld ein Prozess angestoßen, der in der weiteren Entfaltung das gesellschaftliche und soziale Bild wandeln und mit neuen Inhalten erfüllen wird.
Erhard-schreibt-wieder ist ein Angebot der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

2009 wird das Grundgesetz 60 und Deutschland feiert zum 20. mal seine Wiedervereinigung. Am 23. Mai 1949 trat das Grundgesetz im geteilten und zerstörten Deutschland in Kraft, das Fundament für die Erfolgsgeschichte unseres Landes. Zentraler Bestandteil darin ist die Soziale Marktwirtschaft. Sie ermöglichte das „Wirtschaftswunder“ und den nachhaltigen Aufstieg Deutschlands zu einer der wohlhabendsten Nationen der Welt. Ludwig Erhard war der geistige Vater der Sozialen Marktwirtschaft und hat sie als Politiker durchgesetzt. Eigentlich sollte Erhard in Zeiten wie diesen deshalb heute wieder in aller Munde sein. Wir von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) lassen ihn wieder schreiben…
