Die Gefahren des Populismus
Die Nachrichtenagenturen melden: Jeder zweite SPD-Wähler unterstützt die zentralen Forderungen Oskar Lafontaines nach einem Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan, der Rücknahme von Hartz IV und der Rente ab 67. Zugleich erreicht die Linke ein neues Umfragehoch. Ja, so ist das mit dem Populismus.
Ich gehöre aber nicht zu denen, die mit schönen Reden und leeren Versprechungen um die Gunst des Volkes buhlen und ihm deshalb nicht auch einmal eine bittere Wahrheit zu sagen bereit sind. Man wiederhole auch nicht das fade Geschwätz, dass ich gewerkschaftsfeindlich eingestellt sei, wenn ich um des Ganzen willen in mancher Sache auch diese ansprechen muss. Handele ich denn gegenüber Unternehmer-Organisationen anders? Ich kenne nicht nur schwarz und weiß, gut und böse, so wie die Opposition die Welt sieht Aber es muss klar ausgesprochen werden, dass es eine nun schon geschichtliche Tatsache, aber auch die Wirklichkeit von heute ist, dass es unsere Politik war, die den Arbeitnehmern zu Wohlstand und sozialer Sicherheit verholfen hat, und zwar – in den entscheidenden Phasen – gegen den Widerstand der Opposition, die – was ich verstehen kann – daran nicht erinnert werden möchte. Ich kann mein Verhalten darum auch nicht von der Gunst oder Ungunst der Meinungen, bzw. von der Gnade oder Ungnade von Organisationen abhängig sein lassen. Zum Wesen einer harmonisch befriedeten Gesellschaft gehört auch, dass sich die Menschen aus den verschiedensten Lagern verständnisbereit zeigen und einander unvoreingenommen anhören, Meinungen gegeneinander abwägen und in dem, der einen anderen Standpunkt vertritt, nicht den unversöhnlichen Feind erblicken, der verdächtig und beschimpft werden muss.
Erhard-schreibt-wieder ist ein Angebot der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

2009 wird das Grundgesetz 60 und Deutschland feiert zum 20. mal seine Wiedervereinigung. Am 23. Mai 1949 trat das Grundgesetz im geteilten und zerstörten Deutschland in Kraft, das Fundament für die Erfolgsgeschichte unseres Landes. Zentraler Bestandteil darin ist die Soziale Marktwirtschaft. Sie ermöglichte das „Wirtschaftswunder“ und den nachhaltigen Aufstieg Deutschlands zu einer der wohlhabendsten Nationen der Welt. Ludwig Erhard war der geistige Vater der Sozialen Marktwirtschaft und hat sie als Politiker durchgesetzt. Eigentlich sollte Erhard in Zeiten wie diesen deshalb heute wieder in aller Munde sein. Wir von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) lassen ihn wieder schreiben…
