Der fragile Aufschwung

Das Wachstum schwächt sich ab. Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat im zweiten Quartal an Dynamik verloren. Das zeigt, der Aufschwung ist (noch) nicht selbsttragend und anfällig für die kleinsten Störungen.

Es ist mir ein Bedürfnis, Sie, meine verehrten Damen und Herren aus allen Schichten unseres Volkes persönlich – d.h. den Menschen – anzusprechen, um Ihnen bewußtzumachen, was auf dem Spiel steht, wenn Sie in dieser Stunde der Bewährung und Entscheidung blindlings jenen folgen, die – subjektiv vielleicht sogar ehrlich – Ihre Interessen zu vertreten vorgeben, aber in der Übersteigerung ihrer Wünsche die Volkswirtschaft im ganzen überfordern und somit alles gefährden. (…) Verteidigen Sie selbst die Sicherheit Ihrer Arbeitsplätze oder den Fortbestand Ihrer unternehmerischen Existenz am besten, wenn Sie mit mir darauf vertrauen, daß der Egoismus – ob er individualistisch oder gruppenmäßig zutage tritt – am wenigsten geeignet erscheint, uns allen eine glückliche Zukunft zu sichern. Es ist unfruchtbar, ja geradezu verderblich, wenn wir um die angeblich gerechten Anteile am Sozialprodukt feilschen, statt durch die Steigerung und Verbesserung unserer Leistungen allen zu helfen. Wenn demgegenüber heute fast alle Gruppen zu gleicher Zeit vorgeben, benachteiligt zu sein, dann urteilen Sie selbst darüber, ob eine solche Behauptung glaubwürdig sein kann.

Erhard-schreibt-wieder ist ein Angebot der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

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