Die Post und der Mindestlohn
Verkehrte Welt in der Tarifpolitik: Die Gewerkschaft Verdi jubelt, während der größte Arbeitgeber der Branche darüber klagt, dass der Lohnabschluss zu niedrig ausgefallen ist. Der deutsche Briefmarkt funktioniert – so scheint es – nach eigenen Gesetzen. Und die lauten Briefmonopol, Mehrwertsteuerbefreiung und Mindestlohn.
Soweit gewerkschaftliche Forderungen die Leistungskraft der Volkswirtschaft im ganzen übersteigen, mögen zwar hochrationalisierte Großbetriebe dank hoher Produktivität in der Lage sein, derartige Kostenerhöhungen noch abzufangen; ja man hat den Eindruck, dass gerade die höchste industrielle Leistung manchen Gewerkschaftsführern zur Orientierung ihrer Lohnbemessung dient. Was aber folgt daraus? Die in der Produktivität nachgeordneten, das sind im Regelfall mittelständische Unternehmen, geraten wettbewerbsmässig mit zunehmendem Abstand ins Hintertreffen und liegen am Ende im geschlagenen Felde.
Erhard-schreibt-wieder ist ein Angebot der Inititiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).

2009 wird das Grundgesetz 60 und Deutschland feiert zum 20. mal seine Wiedervereinigung. Am 23. Mai 1949 trat das Grundgesetz im geteilten und zerstörten Deutschland in Kraft, das Fundament für die Erfolgsgeschichte unseres Landes. Zentraler Bestandteil darin ist die Soziale Marktwirtschaft. Sie ermöglichte das „Wirtschaftswunder“ und den nachhaltigen Aufstieg Deutschlands zu einer der wohlhabendsten Nationen der Welt. Ludwig Erhard war der geistige Vater der Sozialen Marktwirtschaft und hat sie als Politiker durchgesetzt. Eigentlich sollte Erhard in Zeiten wie diesen deshalb heute wieder in aller Munde sein. Wir von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) lassen ihn wieder schreiben…
