Der Staat, die Freiheit und die Nettolöhne

Die Nettoreallöhne der Arbeitnehmer sind 2006 auf den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, forderte deshalb Lohnerhöhungen, die deutlich über der Inflationsrate liegen. Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) bekräftigte seine Forderung nach einem Mindestlohn. Einer Statistik des Bundesarbeitsministeriums zufolge lag der so genannte Nettorealverdienst 2006 bei durchschnittlich 15 845 Euro. 1992 hatte ein Arbeitnehmer nach Abzug von Steuern, Sozialabgaben und bei Berücksichtigung der Preisentwicklung noch 17 251 Euro erhalten. Wesentlicher Grund für die gesunkenen Nettoreallöhne ist die gestiegene Steuer- und Abgabenlast. 1992 musste ein Durchschnittsverdiener Abzüge von 6889 Euro hinnehmen; 2006 flössen 9291 Euro an Sozialkassen und Fiskus.

Wir können so reich werden, wie wir wollen; wir werden im Grunde genommen immer ärmer, immer unsicherer, immer abhängiger. Damit verlieren wir auch das Gefühl für den Wert und für die Würde der Persönlichkeit, und am Schluss, wenn niemand mehr ganz aus sich heraus Sicherheit gewinnen kann, dann überantworten wir als ganzes Volk unsere Zukunft, unser leben, unser Schicksal dem Staat. Zuletzt werden wir dann alle Sozialrentner, so wohlhanbend wir auch sein werden!

“Erhard-schreibt-wieder ist ein Angebot der Inititiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).”

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