Freiheit und Sozialstaatskäfige

Durch die Zahlung vieler Sozialleistungen erzieht der Staat immer mehr Menschen in Deutschland zu dauerhaft Abhängigen – und hindert sie letztlich am sozialen Aufstieg. Diese These vertreten der Ökonom Dominik Enste und der Wirtschaftspsychologe Detlef Fetchenhauer (beide Köln) in einem Gutachten im Auftrag der von Arbeitgebern finanzierten “Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft”. Empfängern von Arbeitslosengeld II oder Wohnkostenzuschüssen werde “die Möglichkeit genommen, sich frei zu entwickeln”, heißt es in dem noch unveröffentlichten Thesenpapier. Scharf kritisieren die Autoren, dass der Staat durch finanzielle Fehlanreize “aus mündigen Bürgern entmündigte Almosenempfänger macht”, die dem “Sozialstaatskäfig” aus eigener Kraft nicht mehr entfliehen können. 

Mit der Abhängigkeit vom Kollektiv und vom Staat gewinnt der einzelne Mensch nicht Sicherheit, sondern er geht umgekehrt ihrer verlustig. Der zur Vermassung hindrängende Wohlfahrtsstaat bringt den Menschen nicht Wohlfahrt, sondern zuletzt immer nur Armut, Unordnung und sklavische Abhängigkeit. Staatskapitalismus und Staatssozialismus sind gleich fluchwürdige Formen des menschlichen Zusammenlebens und müssen in ihren Wurzeln ausgerottet werden Freiheit und Sicherheit werden wir nur dann zurückerlangen, wenn auch der letzte Ruf nach materieller Hilfe des Staates einmal verhallt sein wird, denn solche Hilfe kann immer nur auf Kosten zusätzlicher Belastung des Staatsbürgers erfolgen.

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