Merkel startet Bildungsreise
Vor dem im Oktober in Dresden geplanten Bildungsgipfel will sich Bundeskanzlerin Angela Merkel über Probleme und Herausforderungen von Kindertagesstätten, Schulen und Universitäten informieren. Die Kanzlerin startete heute eine Bildungsreise, die sie durch zehn Bundesländer führen wird, kündigte der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg am Montag in Berlin an. Auf diese Weise wolle sie sich Einblick in das deutsche Bildungssystem verschaffen.
Der Bild-Zeitung sagte Frau Merkel, der Bund wolle den Ländern keine Kompetenzen nehmen und nicht den Besserwisser spielen, wenn Deutschland jedoch die bildungspolitischen Herausforderungen der Zukunft meistern wolle, “dann müssen Bund und Länder an einem Strang ziehen”.
Die Reise führt Merkel zunächst nach Frankfurt am Main in einen evangelischen Kindergarten und nach Darmstadt in eine Fachhochschule. Insgesamt wird die Kanzlerin in den nächsten Wochen zwölf Einrichtungen besuchen, die besonders innovative pädagogische Ansätze verfolgten und als Vorbilder für die Reform des Bildungssystems gelten.
So gewiß die Bundesregierung bereit ist, die Zuständigkeit der Länder in der Kulturpolitik zu respektieren, so gewiß hat doch die Bundesregierung die Pflicht, vorausblickend die Lebensbedingungen eines modernen Staates zu garantieren. Das aber bedeutet, den Menschen auf allen Bildungsstufen das geistige Rüstzeug an die Hand zu geben, ihnen die technischen Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln, deren sie und wir alle nicht entbehren können, wenn wir in einer dynamischen Welt unseren Rang behaupten und unsere Zukunft gesichert wissen wollen.

2009 wird das Grundgesetz 60 und Deutschland feiert zum 20. mal seine Wiedervereinigung. Am 23. Mai 1949 trat das Grundgesetz im geteilten und zerstörten Deutschland in Kraft, das Fundament für die Erfolgsgeschichte unseres Landes. Zentraler Bestandteil darin ist die Soziale Marktwirtschaft. Sie ermöglichte das „Wirtschaftswunder“ und den nachhaltigen Aufstieg Deutschlands zu einer der wohlhabendsten Nationen der Welt. Ludwig Erhard war der geistige Vater der Sozialen Marktwirtschaft und hat sie als Politiker durchgesetzt. Eigentlich sollte Erhard in Zeiten wie diesen deshalb heute wieder in aller Munde sein. Wir von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) lassen ihn wieder schreiben…

Am 29. Oktober 2008 um 18:32 Uhr
Im Rückblick: Ende Oktober traf sich die Bundeskanzlerin dann mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer hier in Dresden zu einem »Bildungsgipfel«. Der Gipfel dauerte inklusive Foto- und Filmtermin zwei Stunden und hat im Grunde kein Ergebnis gebracht. Ich wüsste gern, was Ludwig Erhard dazu gesagt hätte …