Selbsterfüllende Prophezeiung
Durch die Finanzkrise erodiert das Vertrauen in das Bankensystem. Das Ausmaß der Folgen auf die Realwirtschaft ist noch unklar. Die Aktienkurse sind auf Talfahrt, und die wachsende Unsicherheit schürt die Angst vor weiteren Bankencrashs. Der Spiegel titelt diese Woche mit der „Angst vor der Angst“ – die Furcht vor einer globalen Rezession könnte zur self-fulfilling prophecy werden.
Das wirtschaftliche Geschehen läuft nicht nach mechanischen Gesetzen ab. Die Wirtschaft hat nicht ein Eigenleben im Sinne eines seelenlosen Automatismus, sondern sie wird von Menschen getragen und von Menschen geformt. Wenn dem so ist – und das kann füglich nicht bezweifelt werden – dann wird sich das Gepräge, d. h. die Struktur und das Bild der Wirtschaft, je nach unserem Handeln und Verhalten deutlich spürbar verändern, ja sogar verändern müssen. Man soll daher die Methode psychologischer Einwirkungen nicht gering schätzen.

2009 wird das Grundgesetz 60 und Deutschland feiert zum 20. mal seine Wiedervereinigung. Am 23. Mai 1949 trat das Grundgesetz im geteilten und zerstörten Deutschland in Kraft, das Fundament für die Erfolgsgeschichte unseres Landes. Zentraler Bestandteil darin ist die Soziale Marktwirtschaft. Sie ermöglichte das „Wirtschaftswunder“ und den nachhaltigen Aufstieg Deutschlands zu einer der wohlhabendsten Nationen der Welt. Ludwig Erhard war der geistige Vater der Sozialen Marktwirtschaft und hat sie als Politiker durchgesetzt. Eigentlich sollte Erhard in Zeiten wie diesen deshalb heute wieder in aller Munde sein. Wir von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) lassen ihn wieder schreiben…

Am 9. Oktober 2008 um 19:58 Uhr
Wie deprimierend… Dieser Beitrag hat erhebliche psychologische Einwirkungen auf mich. ;-)
Am 29. Oktober 2008 um 18:25 Uhr
@Kopfschüttler: Deshalb steht ja das Erhard-Zitat darunter;-)