Selbsterfüllende Prophezeiung

Durch die Finanzkrise erodiert das Vertrauen in das Bankensystem. Das Ausmaß der Folgen auf die Realwirtschaft ist noch unklar. Die Aktienkurse sind auf Talfahrt, und die wachsende Unsicherheit schürt die Angst vor weiteren Bankencrashs. Der Spiegel titelt diese Woche mit der „Angst vor der Angst“ – die Furcht vor einer globalen Rezession könnte zur self-fulfilling prophecy werden.

Das wirtschaftliche Geschehen läuft nicht nach mechanischen Gesetzen ab. Die Wirtschaft hat nicht ein Eigenleben im Sinne eines seelenlosen Automatismus, sondern sie wird von Menschen getragen und von Menschen geformt. Wenn dem so ist – und das kann füglich nicht bezweifelt werden – dann wird sich das Gepräge, d. h. die Struktur und das Bild der Wirtschaft, je nach unserem Handeln und Verhalten deutlich spürbar verändern, ja sogar verändern müssen. Man soll daher die Methode psychologischer Einwirkungen nicht gering schätzen.

2 Reaktionen zu “Selbsterfüllende Prophezeiung”

  1. Kopfschüttler

    Wie deprimierend… Dieser Beitrag hat erhebliche psychologische Einwirkungen auf mich. ;-)

  2. stefanolix

    @Kopfschüttler: Deshalb steht ja das Erhard-Zitat darunter;-)

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