Bildungspolitischer Aufwind

Die aktuelle Pisa-Studie gibt Grund zur Freude: Fast alle Bundesländer haben sich verbessert, einige sogar signifikant. Sachsen belegte in allen drei Disziplinen den ersten Platz, jeweils gefolgt von Bayern. Neben den Naturwissenschaften wurden die Schulleistungen in Mathematik und im Lese- und Textverständnis untersucht. Die OECD führt die Erhebungen seit dem Jahr 2000 in dreijährigem Turnus in den meisten Mitgliedsstaaten der OECD durch. Ziel der PISA-Studien ist, die alltags- und berufsrelevanten Kenntnisse und Fähigkeiten 15-jähriger Schüler zu messen.
Die Ergebnisse der ersten PISA-Studie glichen einem Schock: In allen drei untersuchten Kompetenzbereichen lagen die mittleren Ergebnisse für die 15-Jährigen in Deutschland deutlich unter dem OECD-Durchschnitt.

Bundesbildungsministerin Schavan forderte, jetzt nicht stehen zu bleiben und in Zukunft ganz an die Spitze vorzudringen. Schavan spricht sich weiter für eine Ausweitung des naturwissenschaftlichen Unterrichts aus. „Zwei Stunden Physik oder Chemie in der Woche – das ist viel zu wenig“.

Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften wird mehr und mehr fühlbar. In Denkschriften wird auf den Mangel an Technikern, Ingenieuren und Forschern hingewiesen. Überall bricht sich die Erkenntnis Bahn, dass auch in der Zukunft nicht Automaten und Elektrogehirne, sondern Köpfe das Schicksal der Menschen und Völker bestimmen werden. Diese können aber nicht produziert, sondern nur auf dem Weg einer weltweiten, umfassenden Bildung geformt werden.

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