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	<title>Erhard schreibt wieder &#187; Kirche</title>
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	<description>2009 wird das Grundgesetz 60 und Deutschland feiert zum 20. mal seine Wiedervereinigung. Am 23. Mai 1949 trat das Grundgesetz im geteilten und zerstörten Deutschland in Kraft, das Fundament für die Erfolgsgeschichte unseres Landes. Zentraler Bestandteil darin ist die Soziale Marktwirtschaft. Sie ermöglichte das „Wirtschaftswunder“ und den nachhaltigen Aufstieg Deutschlands zu einer der wohlhabendsten Nationen der Welt. Ludwig Erhard war der geistige Vater der Sozialen Marktwirtschaft und hat sie als Politiker durchgesetzt. Eigentlich sollte Erhard in Zeiten wie diesen deshalb heute wieder in aller Munde sein. Wir von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) lassen ihn wieder schreiben…</description>
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		<title>Bund Katholischer Unternehmer ruft zur Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft auf</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jul 2008 16:21:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nicole G. Putna</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In seinem „Jenaer Aufruf“ bekennt sich der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) ausdrücklich zu den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft und ruft in 10 Thesen zu ihrer Erneuerung auf:
Die Parallelität vom Menschenbild der Sozialen Marktwirtschaft und jenem der abendländisch-christlichen Tradition sei unübersehbar &#8211; die christliche Gesellschaftslehre betone die Personalität des Menschen, dessen Freiheit und private Initiative nie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="left">In seinem „<a href="http://www.bku.de/content.php?site=1&amp;choice=1&amp;cat=4&amp;id=235">Jenaer Aufruf</a>“ bekennt sich der <a href="http://www.bku.de">Bund Katholischer Unternehmer </a>(BKU) ausdrücklich zu den Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft und ruft in 10 Thesen zu ihrer Erneuerung auf:<br />
Die Parallelität vom Menschenbild der Sozialen Marktwirtschaft und jenem der abendländisch-christlichen Tradition sei unübersehbar &#8211; die christliche Gesellschaftslehre betone die Personalität des Menschen, dessen Freiheit und private Initiative nie erstickt werden dürften. Das Streben nach individuellem Nutzen etwa führe unter den Bedingungen des Wettbewerbs zu hoher Produktivität und Dienst am Kunden. Damit sei das Ergebnis der Marktwirtschaft an sich schon sozial. Das Individuum, so der BKU, sei „erst-verantwortlich“ für seinen Lebensunterhalt, wohingegen der Solidargemeinschaft die Letzt-Verantwortung zukomme. Bloße Umverteilung widerspreche dem Sinn der Sozialen Marktwirtschaft. Entsprechend enthält die Erklärung auch einen Aufruf an die Politik, den Arbeitsmarkt als „Markt“ und nicht als Feld sozialpolitischer Betätigung zu behandeln. Mindestlöhne werden als Ursache zusätzlicher Arbeitslosigkeit abgelehnt. Hochwertige Arbeitsplätze könnten in Deutschland geschaffen werden, wenn die nationale Ordnungspolitik mit Deregulierung und verstärkten Bildungsanstrengungen auf den globalen Wettbewerb reagiere. Umweltpolitik als Bewahrung der Schöpfung, so der Jenaer Aufruf, stehe nicht im Gegensatz zur Sozialen Marktwirtschaft, sondern sei eines ihrer genuinen Anliegen. Sie findet jedoch dort ihre Grenzen, wo Umweltstandards zu einem Standortnachteil würden. Abschließend fordert der BKU die Politik dazu auf, die Kosten der Sozialsysteme transparent zu gestalten, damit die Bürger schrittweise zurück in die soziale Mündigkeit geführt werden können – mehr Eigenverantwortung rücke nicht zuletzt auch die Nachhaltigkeit stärker ins Zentrum der Überlegungen als bisher.</p>
<blockquote>
<p align="left">So ohne weiteres glaube ich nicht, dass irgendein Mensch, wie ihn der liebe Gott so geschaffen hat, bereit wäre, sein Schicksal anderen zu überantworten und seine Sicherheit im Kollektiv zu finden. Ich glaube, die beste Sicherheit ist die, wenn der einzelne Mensch wieder zu dem Bewusstsein und zu der Gewissheit gelangt, dass er auf Grund seiner Leistungen und seiner Arbeit sein Schicksal selbst gestalten kann.</p>
</blockquote>
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		<title>Das Engagement der Bürger</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Sep 2007 15:23:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vom Gefühl des &#8220;Wir packen das schon&#8221; als einer Mischung aus Trotz, sich selbst und die anderen zu motivieren schreibt Handball-Bundestrainer Harald Brandt in seinem Vorwort zum Buch &#8220;Deutschland zum Selbermachen &#8211; Ideen statt Rotstift&#8220;, herausgegeben von der INSM und dem Forschungszentrum für Bürgerschaftliches Engagement an der Universität Paderborn.
Das Buch, 160 Seiten stark, erscheint in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.deutschland-zum-selbermachen.de" title="Deutschland zum Selbermachen, INSM-Portal zu bürgerschaftlichem Engagement"><img src="http://www.erhard-schreibt-wieder.de/wp-content/insm-deutschland-zum-selbermachen.thumbnail.jpg" alt="Deutschland zum Selbermachen - INSM startet Website zum bürgerschaftlichen Engagement" align="right" /></a>Vom Gefühl des &#8220;Wir packen das schon&#8221; als einer Mischung aus Trotz, sich selbst und die anderen zu motivieren schreibt Handball-Bundestrainer Harald Brandt in seinem Vorwort zum Buch &#8220;<a href="http://www.deutschland-zum-selbermachen.de" title="Deutschland zum Selbermachen, INSM-Website zum Buch">Deutschland zum Selbermachen &ndash; Ideen statt Rotstift</a>&#8220;, herausgegeben von der INSM und dem <a href="http://forschungszentrum-be.uni-paderborn.de/" title="INSM-Kooperationspartner Forschungszentrum für bürgerschaftliches Engagement">Forschungszentrum für Bürgerschaftliches Engagement an der Universität Paderborn</a>.</p>
<p>Das Buch, 160 Seiten stark, erscheint in Kürze und ist im Buchhandel erhältlich.  In ihm werden Vereine oder Bürgerinitiativen vorgestellt, die entschieden haben, das kommunale Schwimmbad, die Bibliothek, das Museum selbst zu managen oder die Straßen zu bauen. Alles Aufgaben, die fest im Rathaus lagen &#8211; bis dort der Rotstift zu regieren begann. Die Entscheidung war einfach: das Projekt begraben beziehungsweise auf den Sankt Nimmerleinstag verschieben &#8211; oder selbst machen. Mit ihrem Engagement, schreibt Brandt, haben die hier porträtierten Menschen das Motto des Buches vorgegeben: Ideen statt Rotstift. Bestellen Sie das Buch <a href="http://www.amazon.de/Deutschland-zum-Selbermachen/dp/3866121482" title="Deutschland zum Selbermachen bei Amazon.de"><strong>Deutschland zum Selbermachen bei Amazon.de</strong></a>.</p>
<blockquote><p>Das mir vorschwebende Ideal beruht auf der Stärke, dass der Einzelne sagen kann: &#8220;Ich will mich aus eigener Kraft bewähren, ich will das Risiko des Lebens selbst tragen, will für mein Schicksal selbstverantwortlich sein. Sorge du, Staat, dafür, dass ich dazu in der Lage bin.&#8221;</p></blockquote>
<p>Erhard-schreibt-wieder ist ein Angebot der Inititiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).</p>
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		<title>Die Gefahren des Populismus</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jul 2007 22:00:47 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Nachrichtenagenturen melden: Jeder zweite SPD-Wähler unterstützt die zentralen Forderungen Oskar Lafontaines nach einem Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan, der Rücknahme von Hartz IV und der Rente ab 67. Zugleich erreicht die Linke ein neues Umfragehoch. Ja, so ist das mit dem Populismus.
Ich gehöre aber nicht zu denen, die mit schönen Reden und leeren Versprechungen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Nachrichtenagenturen melden: Jeder zweite SPD-Wähler unterstützt die zentralen Forderungen Oskar Lafontaines nach einem Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan, der Rücknahme von Hartz IV und der Rente ab 67. Zugleich erreicht die Linke ein neues Umfragehoch. Ja, so ist das mit dem Populismus.</p>
<blockquote><p>Ich gehöre aber nicht zu denen, die mit schönen Reden und leeren Versprechungen um die Gunst des Volkes buhlen und ihm deshalb nicht auch einmal eine bittere Wahrheit zu sagen bereit sind. Man wiederhole auch nicht das fade Geschwätz, dass ich gewerkschaftsfeindlich eingestellt sei, wenn ich um des Ganzen willen in mancher Sache auch diese ansprechen muss. Handele ich denn gegenüber Unternehmer-Organisationen anders? Ich kenne nicht nur schwarz und weiß, gut und böse, so wie die Opposition die Welt sieht Aber es muss klar ausgesprochen werden, dass es eine nun schon geschichtliche Tatsache, aber auch die Wirklichkeit von heute ist, dass es unsere Politik war, die den Arbeitnehmern zu Wohlstand und sozialer Sicherheit verholfen hat, und zwar &ndash; in den entscheidenden Phasen &ndash; gegen den Widerstand der Opposition, die &ndash; was ich verstehen kann &ndash; daran nicht erinnert werden möchte. Ich kann mein Verhalten darum auch nicht von der Gunst oder Ungunst der Meinungen, bzw. von der Gnade oder Ungnade von Organisationen abhängig sein lassen. Zum Wesen einer harmonisch befriedeten Gesellschaft gehört auch, dass sich die Menschen aus den verschiedensten Lagern verständnisbereit zeigen und einander unvoreingenommen anhören, Meinungen gegeneinander abwägen und in dem, der einen anderen Standpunkt vertritt, nicht den unversöhnlichen Feind erblicken, der verdächtig und beschimpft werden muss.</p></blockquote>
<p>Erhard-schreibt-wieder ist ein Angebot der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).</p>
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		<title>Wirtschafts-Wachstum!</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jun 2007 22:00:28 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die deutsche Wirtschaft will so viele Arbeitnehmer einstellen, wie schon lange nicht mehr! Ja, so funktioniert Wirtschaft. Und das ist es, was Ludwig Erhard immer gemeint hat, wenn er gesagt hat:
Wir müssen den Kuchen besser vergrößern, statt ihn trickreich zu verteilen!
Wachstum ist das, was unsere Wirtschaft braucht, keine Verteilungspolitiker!
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die deutsche Wirtschaft will so viele Arbeitnehmer einstellen, wie schon lange nicht mehr! Ja, so funktioniert Wirtschaft. Und das ist es, was Ludwig Erhard immer gemeint hat, wenn er gesagt hat:</p>
<blockquote><p>Wir müssen den Kuchen besser vergrößern, statt ihn trickreich zu verteilen!</p></blockquote>
<p>Wachstum ist das, was unsere Wirtschaft braucht, keine Verteilungspolitiker!</p>
<p>Erhard-schreibt-wieder ist ein Angebot der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).</p>
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		<title>Fremdwort Wirtschaft</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jun 2007 22:00:24 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Mindestlohndebatte, der Neo-Liberalismus-Vorwurf von Kurt Beck, die zurück liegenden Anti-Globalisierungsdemonstrationen von Rostock und Heiligendamm &ndash; all dies kreist um ein Thema, das Ludwig Erhard zeitlebens auch zu seinem Thema gemacht hat Wie viel verstehen die Menschen von den Grundprinzipien unserer Wirtschaft? Wie groß ist ihr Wissen um die Mechanismen unseres Marktes? Schon zu Beginn der 20er Jahre hat Erhard sich mit der Markt- und Meinungsforschung beschäftigt. Dabei interessierten ihn nicht nur die quantitativen Aussagen der Untersuchungen, sondern auch die Motive und Gedanken der Menschen. Auf die Dauer kann zwar keine demokratische Regierung Politik gegen die öffentliche Meinung machen, sie darf sich aber ebenso wenig zu ihrem Sklaven machen. Erhard erinnert an eine Repräsentativbefragung des Bayerischen Rundfunks über das wirtschaftliche Verhalten der westdeutschen Bevölkerung aus dem Jahr 1960.</p>
<blockquote><p>88 Prozent der erwachsenen deutschen Bevölkerung bezeichnete die damalige wirtschaftliche Lage als sehr gut, gut oder mittelgut. Die Untersuchung zeigte mir aber auch mit großer Deutlichkeit, dass wir in Deutschland noch große Anstrengungen unternehmen müssen, um die Kenntnisse der wirtschaftlichen Zusammenhänge zu vertiefen. So sehr ich mich selbst und mein Ministerium um die Verbreitung dieser Kenntnisse in den letzten zwölf Jahren bemüht habe, so zeigt sich doch, wie groß hier die Lücken sind. Vieles lässt sich nur durch die Schwierigkeit mancher dieser Fragen erklären, anderes wiederum nur als Folge von Mängeln im Lehrplan unserer Schulen. Der Wirtschaftsminister, dazu noch der des Bundes, ist aber nicht der Minister, der für den Unterricht in den Volks- und höheren Schulen verantwortlich ist. Ich glaube, hier sind Fragen angesprochen, die nur in einer engen Zusammenarbeit mit den Ländern, die für diese Fragen zuständig sind, gelöst werden können. Wie gelingt es uns, die Jugend stärker mit den Grundfragen der Wirtschaft und des wirtschaftlichen Alltags vertraut zu machen? Ich will damit weiß Gott keiner Ökonomisierung des Lebens das Wort reden; aber ich bin doch sehr erschrocken, wenn ich sehe, wie wenig Schulentlassene, ja auch Erwachsene, von diesen Dingen &ndash; auch nur vom allgemeinsten her &ndash; verstehen, obgleich das Wirtschaftliche ihr Leben und das des ganzen Volkes mitformt und mitbestimmt. Es ist nicht Hohn und Spott, wenn ich dazu sage, dass das vielleicht der Grund dafür ist, warum sich in Wirtschaftsfragen alle für sachverständig halten.</p></blockquote>
<p>Erhard-schreibt-wieder ist ein Angebot der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).</p>
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		<title>Es fehlt an Ordnungsdenken</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jun 2007 22:00:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Der Neoliberalismus der Union sei eine Ideologie ohne Erdung, hat der SPD-Vorsitzende Kurt Beck in einem Interview gesagt. Nun ja, darüber sollte man in der Tat diskutieren. Nicht darüber, ob und inwieweit die Union neo-liberal ist. Ludwig Erhard würde heute vielleicht behaupten, die Union sei alles: liberal, konservativ, modern und sozial. Das muss sie auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Neoliberalismus der Union sei eine Ideologie ohne Erdung, hat der SPD-Vorsitzende Kurt Beck in einem Interview gesagt. Nun ja, darüber sollte man in der Tat diskutieren. Nicht darüber, ob und inwieweit die Union neo-liberal ist. Ludwig Erhard würde heute vielleicht behaupten, die Union sei alles: liberal, konservativ, modern und sozial. Das muss sie auch sein als Volkspartei. Das ist ihr Vorteil, aber eben vielleicht auch ein großer Nachteil: die Union ist nichts mehr richtig. Eine solche Diskussion würde also viel Klärendes für die CDU erbringen und auch die Arbeit der großen Koalition weiter voranbringen. Denn was das Ordnungsdenken in der Marktwirtschaft angeht, hat Erhard in der Festschrift zum 90. Geburtstag von Ludwig von Mises bereits einiges gesagt, was heute erst recht wieder Gültigkeit haben sollte:</p>
<blockquote><p>Das Ordnungsdenken des Wettbewerbs hat nicht zuletzt dank der durch die Freiburger Schule gewonnenen Erkenntnisse wieder einen besten Standort innerhalb der freien Marktwirtschaft zugewiesen bekommen &ndash; ja, der Wettbewerb oder genauer gesagt die sozialen Auswirkungen des nicht mehr beliebig manipulierbaren Wettbewerbs haben nach dem politischen und wirtschaftlichen Zusammenbruch in Deutschland jenem Ordnungsdenken im System der Sozialen Marktwirtschaft auch politischen Gehalt gegeben. Und ein weiteres Element kennzeichnet trotz geistiger Verwandtschaft den Unterschied zwischen jenem ursprünglichen liberalistischen Denken und dem modernen Geist der Marktwirtschaft &ndash; im besonderen der Sozialen Marktwirtschaft -, dass für diese Ordnung nicht nur technisch-automatisch wirkende Verfahren des Marktausgleichs, sondern nicht zuletzt geistige und sittliche Vorstellungen bestimmend sind. Wäre es nur dies, dass das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage über die freie Preisbildung vollzogen werden soll, dann würde das zur Rechtfertigung oder gedanklichen Ausfüllung einer gesellschaftlichen Ordnung nicht ausreichen. Die Obersätze sind sittlicher Art und lassen uns fragen, ob und inwieweit sich eine Obrigkeit oder ein staatlich privilegiertes Kollektiv das Recht anmaßen darf, trotz Anerkennung übergeordneter Gemeinschaftsaufgaben die individuelle Freiheit willkürlich oder gar aufzuheben.</p></blockquote>
<p>Vielleicht hat Kurt Beck ja das gemeint. Nachdenken darüber würde sich in jedem Fall lohnen. Aber, ehrlich gesagt, ich glaube nicht, dass Kurt Beck so weit gedacht hat.</p>
<p>Erhard-schreibt-wieder ist ein Angebot der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).</p>
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		<title>Wirtschaft und Kirche</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Jun 2007 22:00:15 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Die entfesselten Marktkräfte schleudern immer mehr Menschen an den Rand der Gesellschaft&#8221;, hat eine Rednerin auf dem 31. Deutschen Kirchentag in Köln gesagt, auf dem abschließend auch noch der Mindestlohn gefordert wurde. Kirche und Ökonomie? das ist keine gute Allianz. Zumal in der Diskussion um den Mindestlohn mittlerweile ökonomische Argumente längst niemanden mehr erreichen. Der Mindestlohn ist in der Tat zur Glaubensfrage geworden und zum vermeintlichen Etikett für eine soziale Politik. Was SPD, Linke, Gewerkschaften und eben auch die evangelische Kirche eint, ist die irrige Vorstellung, der Staat müsse steuernd in den Arbeitsmarkt eingreifen. Doch Löhne bilden sich &ndash; genauso wie Preise &ndash; eben nach Angebot und Nachfrage. Der Staat kann und soll die Folgen des Marktgeschehens korrigieren, etwa wenn er über Kombilöhne für ein Mindesteinkommen sorgt. Denn klar ist: Ein genereller Mindestlohn wird den Arbeitsmarkt im unteren Bereich noch weiter verriegeln. Ja, er wird die Freiheit und Ordnung des Marktes aufhebeln und zerstören. Der Gesetzgeber kann zwar bestimmte Verhaltensweisen dekretieren, im letzten aber menschliche Gesinnung nicht unterdrücken. So gesehen ist die Marktwirtschaft nicht etwa nur ein mechanisches Prinzip, sondern vielmehr Ausdruck einer Gesinnung und Gesittung, auf Freiheit und Recht begründeten Lebensordnung. Und gerade das macht im politischen Leben ihre Schwäche, aber &ndash; wie ich hoffe &ndash; noch mehr ihre Stärke aus.</p>
<p>Erhard-schreibt-wieder ist ein Angebot der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM).</p>
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